Albert Seltsams

Wahrheiten Teil 7

 

 

Das Jahr 2012 brachte viele Veränderungen, auch in meinem Berufsleben. Plötzlich war nix mehr Homeoffice und ich fand mich wieder täglich als München-Pendler.

Mir war sofort klar, dass auch die Musical-Zeit zu Ende war und es kam die Zeit des Ehrenamtes. Mein Einsatz für Isen sollte sich lohnen und mich zum Bürgermeister machen. Weit gefehlt. Ich bekam gerade mal 16 % der Wählerstimmen. Somit wurde auch das Pandemie-Jahr 2020 erneut ein Jahr des Umbruchs und losgelöst von allen ehrenamtlichen Verpflichtungen kann ich mich wieder meiner künstlerischen Seite widmen.
Teil 7 meiner Seltsamen Wahrheiten wird fortlaufend ergänzt.

 

Isen im August 2021

 

 

Die Sache mit der Datensicherung

 

2006 verlor ich viele meiner Seltsamen Wahrheiten durch einen Plattencrash und ich beschloss, meine Gedanken als Blog unter: www.myspace.com/az4isen  zu veröffenlichen.
Es funktionierte eine Weile ganz gut, bis dieser Justin Timberlake kam und MySpace aufkaufte. Von da an galt nur noch Musik als erhaltenswert und alles andere wurde vom Servér gelöscht.

Ich weiß nicht, wie viele Selbstmorde es daraufhin gab und auch ich zog Konsequenzen.
So kam es zu einer eigenen Homepage: az4isen.de, seit 2020: az4kult.de

 

 

Imelda

(unserer Weinbergschnecke gewidmet)

 

Als wir das erste Mal zusammenkamen,

gab ich spontan Dir einen Namen.

Majestätisch anzusehn,

„Imelda“ passte grad so schön.

 

Mir wurde schnell klar, oh Imelda,

oh Imelda, wie berührt ich war.

 

Bei Gartenarbeiten nahm ich viel in Kauf,

nahm Dich in Schutz und passte gut auf.

Das Unglück passierte dann doch,

Du hattest von da an ein Loch.

 

Mir wurde schnell klar, oh Imelda,

oh Imelda, wie traurig ich war.

 

Tage und Wochen sah ich Dich nicht mehr,

an meiner Seite fehltest Du sehr.

Da plötzlich kamst Du um die Ecke,

wieder geheilt, meine Weinbergschnecke.

 

Mir wurde schnell klar, oh Imelda,

oh Imelda, wie genial das war.

 

(Albert 2015)

 

 

Herzrhythmus-Störung

 

Mir ist ein großes Unglück passiert,

Weil mein Herz seinen Rhythmus verliert.

Herzrhythmus

Herzrhythmus

Herzrhythmus-Störung

Im Bauch drin

Im Bauch drin

Im Bauch herrscht Empörung.

Die Leber

Die Leber

Die Leber wittert Verschwörung.

Der Magen

Der Magen

Der Magen fordert Anhörung.

Der Dickdarm

Der Dickdarm

Wie immer, möchte Entleerung.

 

(Albert 2012)

 

 

Heawean

 

Wenns ned no mehr wean

Kunn ii eahna heawean.

(Albert 2012

 

 

Die halbe Wahrheit

 

Die halbe Wahrheit ist die bessere,

wenn die ganze nicht zu ertragen ist.

Die halbe Wahrheit ist die bessere,

weil die ganze keiner hören will.

Die halbe Wahrheit ist die bessere,

weil sonst du der Dumme bist.

Die halbe Wahrheit ist die bessere,

sprich sie aus und dann sei still.

 

Die halbe Wahrheit ist die bessere,

vor allem in bestimmten Zeiten.

Die halbe Wahrheit ist die bessere

Antwort auf die Halb-Wahrheiten.

 

Sag die Wahrheit ganz, meint der dumme Hans.

Wahrheit genügt halbert, weiß der schlaue Albert.

 

 (Albert im Dezember 2017)

 

 

Ode an die 80er

 

 Was die Jugend nicht mehr weiß,
ich geb es allen gerne preis.
Die Zeit war nicht fern,
in den 80ern.
Wir waren provokant,
wie bunte Hunde bekannt.
 

Wir fühlten und wie die Besten,
auf megageilen Festen.
Es gab kaum ein Muss,
weniger Tabus.
Frau badete oben ohne
und es störte nicht die Bohne.

Refrain:       
Sing mit mir,
sing mit mir die Ode
an die 80er.

 

Die Freiheiten war‘n riesengroß
und wir machten sehr viel los.
Alkohol aus dem Vollen,
null Polizeikontrollen.
Musikalische Schwingungen
statt Brandschutzbestimmungen.
 

Vieles ist nur Schwärmerei,
vieles wird verklärt dabei.
Unsere Anarchie
verschwand irgendwie.
Es ging mit voller Kraft
in die Spaßgesellschaft.

 

Keiner von uns weiß mehr wann,
da fingen andere Zeiten an.
Die nächste Generation
mit anderer Intention.
Nur die Erinnerung bleibt,
gut, wenn Albert sie aufschreibt.

  

(Albert im April 2018)

 

 

Gemeinderat

 

Mia bleibt leider nix daspart.

weil i sitz im Gemeinderat.

Vui Zeit verschlingt des Ehrenamt,

Spaß host wenig insgesamt.

 

Bauleitplanung Jahr für Jahr.

Beamtendeitsch ganz wunderbar.

Zum Glück vastähts da Burgamoasta,

„Taktikfuchs“, so moan i, hoaßt er.

 

Ausschreibn muaßt a jedn Schmarrn,

beim Anwalt do deafst niamois sparn.

De Auflagen muaßt du obnicken,

s’Landratsamt duat di sonst ficken.

 

Da Datenschutz treibt seine Blütn,

hinterfrog nix, dua di hütn.

Inzwischen is ois streng geheim,

in da Sitzung kimmt da s‘Speim.

 

Frühra hätt ma do no gscherzt,

in Zukunft san de Namen gschwärzt.

Du soist entscheiden ollerhand,

bloß d‘Antragsteller wean ned gnannt.

 

Dea wo den Datenschutz verteidigt,

muaß wissn, d’Räte san vereidigt.

Do moan i, bei da nächsten Wahl,

daspar i mia de ganze Qual.

 

(Albert, März 2019)

 

 

Europa

 

 Wenn ich an Europa denke,
wird mir fast immer schlecht.
Alles überreguliert,
dass ich laut schreien möcht.

 

Europaweite Ausschreibung
sogar bei uns in Isen.
Bürokraten-Wahn und Idiotie

sind damit bewiesen.

 

Der Euro wurde allen Bürgern
einfach aufgezwungen.
Teuerung und Niedriglohn
sind einwandfrei gelungen.

 

Natürlich gibt es Profiteure,
und viele Subventionen.
Großkonzerne ziehn die Fäden
um selbst sich zu belohnen.

 

Wenn ich so darüber denke,
werd ich Europa nicht gerecht.
Die Grundidee der Einigkeit
ist keineswegs so schlecht.

 

Europa brauchte diesen Frieden,
nach 1000 Jahren Krieg.
Der Völkerbund der alten Mächte
war wie ein echter Sieg.

 

Viele haben schon vergessen,
dass wir im Wohlstand leben.
Und ohne eine EWG
hätts sowas nie gegeben.

 

Europa darf man nicht verwünschen,
dass es auseinander bricht.
Aber einfach weitermachen,
so wie bisher - geht gar nicht.

 

(Albert, April 2019)

 

 

Pandemie

  

Bin die Inkarnation von Globalisierung.

Pure Interaktion zur Kontaminierung.

 

Bin unsichtbar klein mit großem Effekt.

Ein Oral-Infekt für den Global-Defekt.

 

Bin tragisches Ergebnis von Optimierungswahn.
Ein Hysterie-Erlebnis im Konsum-Gruppenzwang.

 

Bin Handhabe für Möchtegern-Diktatoren.

Habe mich gegen die Freiheit verschworen.

 

Bin schlimmer als Panik, voll tödlicher Wut.

Dein schlechtes Gewissen und meine es gut.

 

Bin Mahnung und Hoffnung, grausam und heilsam.

Die Welt kommt zur Ruhe, gemeinsam und einsam.

 

 

(Albert im März 2020)

 

 

Menschenhasser

 

Ich wäre gern ein Menschenhasser,
wie in meines Zornes Schwur.

Bloß machen Flüche alles krasser,
und es träf mich selber nur.

 

Ich wäre gern ein Skeptiker,
ein Zweifler, giftig wie Strychnin.

Bloß nicht wie Antiseptika
gegen jeden Lebenssinn.

 

Ich wäre gern ein Kind geblieben,
erwachsen werden nimmt zu viel.
Doch fordern sogar meine Lieben
angepassten Lebensstil.

 

 (Albert im April 2020)

 

 

Bewusstseins-Bluff

 

Unsere Katze hieß Emmi. Sie brauchte keinen Tempel, keine Kirche und keine Moschee. Sie betete keine Gottheit an und kannte keine Religion. Dabei hatte sie durchaus ein Bewusstsein und fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Sie nutzte diese zum Ausüben ihrer Instinkte, also zuerst, um selbst zu überleben und als nächstes, um mit Nachkommen die Tierart „Katze“ zu erhalten. Wissenschaftler bezeichnen dies als Trieb, also den Drang zur Selbsterhaltung und zur Reproduktion. Emmi war ein hochentwickeltes Lebewesen, hatte also Eigenschaften, die sie selbstständiger, kommunikativer und einfühlsamer machte als beispielsweise einen Einzeller oder eine Pflanze. Emmi hatte sogar ein Unterbewusstsein und sie träumte im Schlaf. Ihre Schlafphasen waren im Gegensatz zu mir länger als die Wachphasen. Das Bewusstsein ist in den Schlafphasen ausgeschaltet und ist nur in den Wachphasen aktiv. Das Unterbewusstsein sorgt dafür, dass alle lebenswichtigen Funktionen wie Atmen auch im Schlaf gewährleistet sind. Emmis Bewusstsein war allein darauf ausgerichtet, ihre Instinkte auszuleben. Sie musste dazu nicht die komplette wahre Umwelt wahrnehmen können. Ihr Bewusstsein bestand nur aus dem Teil der Wirklichkeit, den sie zum Leben brauchte. Ich bezeichne es als Instinkt-Bewusstsein. Das Bewusstsein trickste Emmi aus und gaukelte ihr den kleinen Ausschnitt der wahren Umwelt als wahre Umwelt vor. Wie die wahre Umwelt aussieht, interessierte Emmi nicht.

Noch einfacher hat es der Einzeller. Der Glückliche funktioniert quasi vollautomatisch und muss nur vor sich hindämmern. Obwohl er schon eine komplexe Struktur hat, um einen Stoffwechsel zu betreiben, und um sich zu reproduzieren, braucht er kein Bewusstsein, das ihn zu einer Wachphase zwingt. Schon sind wir bei meiner ersten Feststellung gelandet: Bewusstsein ist nur in Wachphasen präsent. Je höher ein Lebewesen entwickelt ist, desto länger sind die Wachphasen.

Viel höher entwickelt als Einzeller sind die Pflanzen. Sie besitzen schon ein Bewusstsein und benötigen dazu gewisse Wachphasen. Sie braucht zwar nicht sehen und hören können, was für eine Bewegung von A nach B nötig wäre, und kann sich viel Zeit lassen. Allerdings muss sie die Jahreszeiten erkennen, Umwelteinflüsse spüren und mit anderen Pflanzen kommunizieren. Ihre Sinne und ihr Bewusstsein filtern nur die dazu notwendigen Informationen aus. Die wahre Wirklichkeit bleibt der Pflanze verborgen, interessiert sie auch gar nicht.

Was will ich damit sagen, wo will ich hin? Fassen wir zusammen:

Wir treffen bei Lebewesen unterschiedliche Bewusstseinsformen an. Tatsache ist, dass es sich nie um die ganze Wirklichkeit handelt, sondern jeweils nur um einen bestimmten Ausschnitt, um eine bestimmte Interpretation. Außerdem ist klar, dass dieser Ausschnitt dem Lebewesen als einzig wahre Wirklichkeit vorgespielt wird. Das Bewusstsein verarscht alle schlicht und ergreifend.

Wir haben bisher das Nicht-Bewusstsein, das Pflanzen-Bewusstsein und das Instinkt-Bewusstsein betrachtet. Es fehlt also noch das menschliche. Was habe ich, was Emmi nicht hatte? Mein Körper besitzt zwar ähnliche Sinne, aber es ist noch etwas vorhanden, was mein Bewusstsein gegenüber Emmi erweitert. Ich erkenne mich selbst als Mensch mit freiem Willen. Ich kann neue Erkenntnisse gewinnen, Erfindungen machen und mich künstlerisch ausdrücken. Ich erkenne mich als jemanden mit einem Bewusstsein. Mein Bewusstsein kann sich selbst hinterfragen und stellt mich selbst in den Mittelpunkt meines Lebens. Ich nenne es Ich-Bewusstsein. Die Bewusstseins-Erweiterung kostet mich allerdings längere Wachphasen als Emmi. Aber was noch schlimmer ist, sie kostet mich eine ewige Sinnsuche. Diese gipfelt bei allen Kulturen darin, dass eine göttliche Kraft für unser Dasein postuliert wird. Auch Atheismus und das Verneinen jeglichen Sinns sind Ergebnis der Sinnsuche.

Das Ich-Bewusstsein ist ebenfalls nur ein kleiner Ausschnitt der wahren Wirklichkeit, die sich einem Ich-Menschen auch mit technischen Hilfsmitteln niemals erschließen lässt. Die Sinnes-Wahrnehmungen, die unser Bewusstsein uns gönnt, sind nicht mehr als ein billiger Abklatsch der Wirklichkeit. Das Bewusstsein setzt sein Pokerface auf und blufft. Wir alle fallen darauf herein. Es lässt uns bei der Sinnsuche zappeln, bis wir schier verzweifeln. Genauso wenig wie Emmi nie und nimmer auf die Idee kam, einen Sinn für ihre Existenz zu suchen, genauso wenig können auch wir Menschen aus unserem Bewusstsein ausbrechen. Keiner kann sich vorstellen, wie es wäre, wenn er nicht existiert. Das verbietet ihm eben das Ich-Bewusstsein. Nur mit einer weiterentwickelten Bewusstseinsstufe wäre dies möglich. Diese würde zwar wiederum nur einen Wirklichkeits-Ausschnitt darstellen, aber hätte zumindest die Eigenschaft, das eigene Ich zu überwinden. Wie kann man sich also eine Weiterentwicklung des Bewusstseins vorstellen?

Die Möglichkeit mittels Drogen zu einer Erweiterung des Bewusstseins zu gelangen, ist hier nicht gemeint. Die von vielen beschriebene Ich-Auflösung ist nur ein Rauschzustand und passiert immer nur im Rahmen der angeborenen Bewusstseins-Fesseln. Auch die seit jeher von verschiedenen Kulturen und Religionen angewandten Praktiken (Trance, Meditation, Yoga) zur Überwindung des Ich-Bewusstseins lassen nur erahnen, was eine höhere Bewusstseinsstufe bedeuten könnte. Die von der Wissenschaft ins Gespräch gebrachten zusätzlichen Raumdimensionen, die eine Erklärung für dunkle Materie lieferten, können von einem Ich-Bewusstsein niemals wahrgenommen werden, aber vermutlich von einer höheren Bewusstseinsstufe.

Dass der Mensch von sich aus einmal das Ich-Bewusstsein überwindet, ist leider unwahrscheinlich. Alle menschlichen Sinne werden vom ZNS (zentrales Nervensystem) gesteuert. Jedem Sinn ist ein Areal im Gehirn zugeordnet. Werden bestimmte Gehirnzellen gezielt deaktiviert, funktioniert auch der entsprechende Sinn nicht mehr. Auch die Erweiterung des menschlichen Bewusstseins um den freien Willen findet seine Abbildung im Gehirn. Es wurde in der Forschung sogar ein Gehirnareal ausgemacht, das verantwortlich ist für Spiritualität und Gotteserfahrungen. Deshalb ist davon auszugehen, dass auch die nächste Bewusstseinsstufe eine organische Manifestierung im ZNS haben muss. Ob es schon Menschen oder andere Lebensformen mit einer solchen Bewusstseinsstufe gibt, ist nicht bekannt. Ebenso deutet nichts darauf hin, dass Autismus etwas mit Bewusstseinserweiterung zu tun hat. Vielleicht müssen wir doch auf Aliens warten.

(Albert im Mai 2020)

 

 

Wetterfrosch

 

 Gefühlt wird der Wetterbericht
die letzten Jahre immer schlechter.

 

Gefühlt wird der Wetterfrosch
immer fetter und ist scheiße.

 

Französische Küche
liebt Froschschenkel.

 

Ich liebe
französische Küche.

 

 (Albert im Mai 2020)

 

 

Elena

 

Elena, oh Elena,

Dir fehlt das „H“ im Namen.

Sonst fehlt leider nichts,

Gott, hab Erbarmen.

 

Elena, oh Elena,

manchmal fehlt es weiter.

Bist du zügellos,

dann wird es heiter.

 

Ich bin auch nur ein Mann,

und hab mich im Griff, so gut ich kann.

Doch steh ich dann vor Elena,

funkeln Sterne hell und klar, oh Elena.

 

Hell und klar, oh Elena.

 

 (Albert im Juni 2020)

 

 

Lehrer

 

 Ich wollt, ich wär ein Lehrer,

Beamten-Brief-Beschwerer.

Korrigiere jeden Tag ne Ex

Und sonntags hab ich Sex.

 

Dann lässt mich meine Alte ran,

was wochentags verboten.

Bloß ist sie eine Lehrerin

Und gibt mir schlechte Noten.

 

 (Albert im Juni 2020)

 

 

Transformation

 

 In meinem Leben ausmisten.

Weg mit den To-Do-Listen.

Ein Dasein ohne Perfektion.

Gleichgewicht winkt mir als Lohn.

 

Locker in den Spiegel schaun.

Auf das Hier und Jetzt vertraun.

Inneres zum Klingen bringen.

Mit der Zeit wird es gelingen.

 

Schwingungen und Resonanz.

Transformation, die Revolution.

Neue Regeln, neues Handeln.

Werden uns verwandeln.

 

Herzlich willkommen zur Transformation!

 

Fortschritt kann man sich nicht kaufen.

Dinge müssen rückwärts laufen.

Berührt sein und ergriffen sein.

Kann auf Urgrund nur gedeihn.

 

Willst Du nicht nur funktionieren.

Die Momente inhalieren.

Willst Du mit andern Augen sehn.

Muss ein Umdenken geschehn.

 

Schwingungen und Resonanz.

Transformation, die Revolution.

Worte muss man nicht verstehn.

Klingen wunderschön.

 

Herzlich willkommen zur Transformation!

  

(Albert im Juli 2020, inspiriert von STERN-TitelStory, 8.8.2019)

 

 

Fieses Duftkonzept

 

Die neueren BMW-Fahrzeuge haben optional ein tolles Duftkonzept, das sich Ambient Air nennt. Bis zu 8 verschiedene Düfte sorgen dabei im Fahrzeuginneren für eine angenehme Atmosphäre und frau spart sich den stinkenden Duftbaum. Die Duftstoffe befinden sich in Kartuschen, die im Handschuhfach in eine Box gesteckt und auf Knopfdruck aktiviert werden.

Jetzt kommt der Ingenieur-Fiesling ins Spiel. Er hat homöopathische Globoli entwickelt, die auf die Psyche des Fahrers einwirken. Diese werden ebenfalls in die Kartuschen mit eingebracht und sorgen ebenfalls fein zerstäubt dafür, dass die Insassen stets die „Freude am Fahren“ genießen, für die BMW steht. So bleibt eine dem Zeitgeist geschuldete Verweigerungshaltung gegenüber sportlichem Fahren aus und dem Konzern bleibt das Klientel erhalten.

  

(Albert im September 2020)

 

 

Ewige Suche

 

Auf der ewig langen Suche
nach der Leichtigkeit des Seins,
schlug dann die Vernunft zu Buche,
ich erkannte wieder eins.

 

Bist du auch noch so nahe dran,
darfst Du keinen hinten lassen.
Denn es rächt sich irgendwann,
und Du wirst dich dafür hassen.

 

Auf der ewig langen Suche
nach dem Sinn von Religion,
schlug dann die Vernunft zu Buche,
und es war eine Vision.

 

Willst Du an Leib und Seel genesen,
meide alte, weiße Herrn.
Der liebe Gott ist doch kein Wesen,
sondern aller Wesen Kern.

 

Auf der ewig langen Suche
nach Erfolg und Wohlstands-Recht,
schlug dann die Vernunft zu Buche,
und es wurde mir fast schlecht.

 

Willst du weiter optimieren,
wird die eine Welt nicht reichen.
Um den Kurs zu korrigieren,
warten alle auf dein Zeichen.

 

 (Albert im Januar 2021, Ergänzung zu Text von 2011)

 

 

Konsequenzen

 

Möcht den ganzen Tag verschlafen.

Alle Deppen hart bestrafen.

Goldene Substanzen schlucken.

Und Politiker bespucken.

Bitte ohne Konsequenzen.

 

Möcht laut meine Meinung sagen.

Keine Masken mehr rumtragen.

Freies Leben zelebrieren.

Frauen jede Nacht verführen.

Bitte ohne Konsequenzen.

 

Möcht Gesetze übertreten.

Diktatoren heimlich töten.

Nachbarn in die Fresse schlagen.

Und der Welt die Wahrheit sagen.

Bitte ohne Konsequenzen.

  

Ich tät so vieles liebend gerne

jenseits der erlaubten Grenzen.

Doch es liegt in weiter Ferne,

denn ich fürchte Konsequenzen.

 

Konsequenzen.

  

(Albert im Januar 2021)

 

 

Kleidung 

 

Hey ho he ha ho ho he he,
Ha ha ha he he he ho ho.

Ja wie soll ich mich den bloß kleiden?
Kleinigkeiten entscheiden!
Inneres ist Äußeres,
am Äußeren erkennt man ihn.

Hey ho he ha ho ho he he,
Ha ha ha he he he ho ho.
Das ist doch nur, das ist doch nur,
das ist doch nur, das ist doch nur, das ist nur doch die Kleidung!

 

Hey ho he ha ho ho he he,
Ha ha ha he he he ho ho.

Ja wie soll ich mich den bloß kleiden?
Peinlichkeiten vermeiden!
Kleider machen Leute,
und Leute machen Kleider.

Mode, Mode, Mode, Mode.
Das ist doch nur, das ist doch nur,
das ist doch nur, das ist doch nur, das ist doch nur die Kleidung!

 

Hey ho he ha ho ho he he,
Ha ha ha he he he ho ho.

Ja wie soll ich mich den bloß kleiden?
mich von andern unterscheiden!
Uniformen, Uniformen,
wo bleib ich da noch ich selbst?

Mode, Mode, Mode, Mode.
Mode, Mode, Mode, Mode.
Das ist doch nur, das ist doch nur,
das ist doch nur, das ist doch nur, das ist doch nur die Kleidung!

 

 (Pinklers-Urfassung 1980, überarbeitet 2016, Neuaufnahme 2021)

 

 

Verhinderter Hit

  

Dem verhinderten Hit
ist es zu verdanken.
Den Charaktertest hätt ich
nicht sauber bestanden.

 

Gott sei Dank bin ich
auf dem Boden geblieben.
Bin nicht abgehoben,
weit weg von den Lieben.

 

Ein verhinderter Hit
ist wie ein Lottogewinn.
Im zufriedenen Leben
macht er kaum einen Sinn.

 

Charakterlich wär ich
zum Arschloch mutiert.
Bloß bin ich der einzige,
der das wirklich kapiert.

  

(Albert im August 2021)

 

 

Falsches Versprechen

 

Das falsche Versprechen ist das wahre Verbrechen.

Trügerische Sicherheit wegen fehlender Ehrlichkeit.

Vertrauens-Zerstörung und Gesellschafts-Empörung.

Bröckelnde Haltung mit zunehmender Spaltung.

Schlechtes Gewissen wider besseres Wissen.

Das falsche Versprechen ist das wahre Verbrechen.

 

(Albert im November 2021)

 

 

Rätselhafte Nachbarn

 

Seit jeher liegt mir sehr viel am Wissen.

Fasziniert bin ich von Rätseln und Geheimnissen.

Von fernen Welten handeln spannende Geschichten.

Aus dem Mikrokosmos gibt es viel zu berichten.

 

Im Alltag genügt mir der Blick über den Zaun.

Auf die umtriebigen Nachbarn neugierig zu schaun.

Eine geheimnisvolle Welt öffnet sich auch hier.

Ein Faszinosum an Rätseln direkt vor der Tür.

 

Beim unteren Nachbarn liegt es scheinbar am Haus.

Hier halten es die Menschen nicht lange aus.

Schon die vierte Familie ist hier eingezogen.

Seit ich hier wohne, echt ungelogen.

 

Die oberen Nachbarn sind kinderlos, na und.

Eigentlich kein Problem, aber oftmals ein Grund.

Nur so ist der rätselhafte Grant zu erklären,

sich über nichtige Dinge zu beschweren.

 

Die Nachbarn daneben sind alteingesessen,

Sie zu kritisieren, wäre unangemessen.

Bloß eines wundert uns Voyeure schon.

Hier leben in voller Harmonie Mutter und Sohn.

 

Komisch sind die Nachbarn schräg gegenüber.

Da sind mir die dazwischen schon lieber.

Die Nachbarn im Süden sind ebenfalls angenehm.

Eigentlich habe ich mit keinem ein Problem.

 

Verborgen ist mir zum Glück, was die anderen denken.

Wie sie ihre Blicke auf mich als Nachbarn lenken.

Genauso rätselhaft werde ich ihnen erscheinen.

Vom Gegenteil überzeugen, könnte ich eh keinen.

 

(Albert im Dezember 2021)

 

 

Erst wenn …

(frei nach einer Weissagung der Cree-Indianer)

 

Erst wenn die letzte Impfdosis verbraucht ist,

der letzte Mensch zwangsgeimpft wurde,

und sämtliche Kontakte unterbunden sind,

werdet ihr merken, dass nur das natürliche

Immunsystem eine Pandemie besiegen kann.

 

(Albert im Dezember 2021)

 

 

Tag und Nacht

 

Die Nacht ist voller Rausch und sehr gefährlich.

Der Tag ist gnadenlos und leider ehrlich.

Zweifel daran hab nicht ich allein.

Denn es könnte andersherum sein.

 

(Albert im Dezember 2021)

 

 

Gefühlsausbruch

 

Der Mann in dieser Geschichte hatte immer ein Problem, seine Gefühle richtig zu artikulieren. Wenn er mit seiner Frau zum Einkaufen gehen sollte, dann fühlte er sich zwar dazu genötigt, aber er wollte auf keinen Fall einen Streit riskieren. Deshalb gab er sich stets einen Ruck und machte gute Miene zum bösen Spiel. Ein guter Ehemann hält so etwas aus. Nun gab es aber Phasen, in denen seine Gutmütigkeit aus einer Sicht überstrapaziert wurde. Es staute sich etwas in ihm auf und irgendwann musste es heraus. So wie eine Börsenblase oder eine Immobilienblase plötzlich platzt, blaffte er seine Frau an: „Hast Du endlich genug, du Konsum-Mensch? Jetzt dackle ich schon vier Stunden hinter dir her. Merkst du nicht, wie mir das auf den Sack geht?“ Es war selbst erschrocken über seine Wortwahl, aber noch mehr seine Frau. Es dauerte Tage, bis ein stimmiges Zusammenleben wieder möglich war, so wie sich ein Auf und Ab in einer Beziehung bestenfalls wieder einpendelt. Das sollte sich nicht wiederholen. Also dachte er ganz scharf nach, wie er seine Gefühlsausbrüche besser kontrollieren könnte. Er suchte nach einer Möglichkeit zur Deeskalation. Die Blase durfte einfach nicht mehr platzen. Also gab er sich beim nächsten Mal wieder einen Ruck und machte gute Miene zum bösen Spiel. Als es beim gefühlten 20-sten Geschäft wieder soweit war, dass sich etwas in ihm anstaute, fasste er seine Frau sanft an der Hand und gab seinen Gefühlen temperierten Ausdruck: „Liebling, ich spüre Ungeduld in mir. Vielleicht sollten wir vermeiden, dass diese sich verstärkt und zu weitreichenden Konsequenzen führt.“ Es dauerte Tage, bis ein stimmiges Zusammenleben wieder möglich war, so wie sich ein Auf und Ab in einer Beziehung bestenfalls wieder einpendelt.

 

(Albert im Januar 2022)

 

 

Wünsch dir was

 

Dies ist die Geschichte von Petra, einer alleinstehenden Frau Mitte 40, die eine Midlife-Krise durchmacht. Sie hat es als selbständige Immobilienmaklerin zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht, ist aber nach der Scheidung alles andere als glücklich. Auch die ehemals rationale Entscheidung gegen eigene Kinder hat sie nie verarbeitet. Als sie zufällig im Autoradio den Song „Wünsch dir was“ von den Toten Hosen hört, den sie als 17-jährige so sehr mochte, singt sie voller Emotion den Refrain „Es kommt die Zeit, oh-ho, in der das Wünschen wieder hilft“. In diesem Moment wünscht sich Petra nichts anderes mehr, als nochmal so unbeschwert wie mit 17 zu sein. Einige Zeit später fällt Petra auf, dass sich Erinnerungslücken in ihr Leben einschleichen. Zunächst sind es nur Einzelereignisse wie Partys, an die sie sich am nächsten Tag nicht mehr erinnern kann. Sie schiebt es zunächst auf den exzessiven Alkoholgenuss. Beim zufälligen Blättern im Fotoalbum, an einem ihrer einsamen Abende, stellt Petra mit Erschrecken fest, dass sie sich an keine Details mehr erinnern kann. Etwa, wer das Foto gemacht hat oder in welcher Situation das Foto entstand. Sie erklärt es mit ihrem fortschreitenden Alter. Außerdem heißt es ja, dass ein menschliches Gehirn unangenehme Erinnerungen gerne ausblendet. Petra macht sich keine Sorgen um ihre Gesundheit. Im Gegenteil, sie fühlt sich so fit wie schon lange nicht mehr. Auch ein Blick in den Spiegel bestätigt ihr Hochgefühl. An jedem Morgen zählt sie eine Falte weniger. Fast scheint es, als würde sie mit jeder Erinnerungslücke ein Stück jünger. Auch dem Freundes- und Bekanntenkreis bleibt Petras zunehmende Jugendlichkeit nicht verborgen, und alle überschütten Petra mit Komplimenten und neidvollen Blicken. Als ihr beim Entrümpeln ein Bild ihres Ex-Mannes in die Hände fällt, wird ihr klar, dass sie die gesamte Ehe, die immerhin 10 Jahre dauerte, aus ihrem Gedächtnis gestrichen hatte. Wie war so etwas möglich? Sie wusste nicht mehr, wie sie sich kennengelernt hatten, welche schönen Erlebnisse sie verband, nicht einmal, wie er im Bett war. War denn die gesamte Ehe so unangenehm, dass sie alles ausblendete? Zunehmend zerplatzen alte Erinnerungen wie Seifenblasen. Ein Blackout reiht sich an den anderen. Dabei blüht ihr Äußeres auf wie nie zuvor. Petra ist hin- und hergerissen zwischen Panik und Euphorie. Ihrer besten Freundin Gabi bleibt Petras Wandel nicht verborgen. Sie rät ihr, sich einem Gesundheits-Check zu unterziehen. Aber warum? Inzwischen hatte Petra wieder ihre Regel und ihr Körper glich dem einer 20-jährigen. Beim erneuten Blick in ihr Fotoalbum merkt Petra, dass sie sich selbst fremd geworden ist. Sie erkennt sich nicht mehr als den Menschen, der sie ist. War der Preis zu hoch für ihre neu gewonnene Jugendlichkeit? Es handelte sich immerhin um einen vollkommenen Reset. Mit einer Ausnahme, ihr Bewusstsein blieb das einer Mit-Vierzigerin. Aber was hat sie sich vorzuwerfen? Dürfen Wünsche etwa nicht in Erfüllung gehen? Dass ihre Geschäfte als Maklerin inzwischen eingeschlafen sind, kümmert Petra nicht. Jetzt will sie das Leben so richtig genießen und meldet sich auf sämtlichen Dating-Plattformen an. Der Erfolg ist überwältigend. Sie trifft sich mit gut aussehenden Six-Pack-Typen und hat den vermeintlich besten Sex ihres Lebens, denn an schlechten Sex erinnern kann sie sich nicht mehr. Die ständige Verfügbarkeit hat allerdings einen Haken, sie macht alles mit der Zeit langweilig. Auch zu einer echten Beziehung reicht es bei keinem. Die Gedanken eines 20-jährigen lassen sich mit ihrem 40-er Bewusstsein nicht verknüpfen. Die Treffen mit älteren Männern bringen ebenfalls keine Erfüllung. Es handelt sich meist um erfolgreiche Karriere-Typen, die nur kurzzeitig dem öden Familienleben entfliehen wollen. Wo war die Leichtigkeit des Seins, die sie immer mit der Jugendlichkeit verband? War alles nur eine Projektion ihrer vordergründigen Sehnsüchte? Mit Gabi hat sie schon lange keinen Kontakt mehr. Ohne gemeinsame Erinnerungen fehlt auch die Freundschaftsbasis. Petra fällt auf, dass der Verjüngungsprozess an einem bestimmten Punkt abrupt endete. Genau in dem Moment, als sie aussah wie damals mit 17. Deshalb kann sie sich noch an ihre Schulzeit erinnern, deswegen auch an Gabi. Und jetzt? Sollte sie ewig in diesem spät-pubertären Zustand verweilen? Schließlich war sie Mitte 40 und wollte auch als reife Frau wahr genommen werden. Als sie eines Abends wieder einmal allein durch die Stadt bummelt, sieht sie an einer Kneipe das einladende Plakat „Ü40-Party“. Warum nicht, denkt sich Petra. Als sie den Türstehern ihren Ausweis zeigt, hält man ihn für eine Fälschung, lässt sie aber grinsend passieren. Tatsächlich ist auch Gabi da und es gibt ein großes Hallo. Als die Stimmung auf dem Höhepunkt ist, wünschen sich beide beim DJ ihren alten Lieblingshit „Wünsch dir was“. Petra grölt den Refrain „Es kommt die Zeit, oh-ho, in der das Wünschen wieder hilft“ und wünscht sich insgeheim ganz fest, das dieser Spuk ihrer neuen Jugendlichkeit wieder verschwinden möge. Am nächsten Tag wacht Petra verkatert auf. Beim Blick in den Spiegel schreckt sie hoch. Ja, sie kann sich an die Party genau erinnern. Die nächsten Tage und Wochen wird es zur Gewissheit. Ihre Erinnerungslücken schließen sich allmählich wieder. Sie blättert im Fotoalbum und kann sich an Details erinnern. Sie sucht nach dem alten Hochzeitsfoto. Ja, ihr Ex war echt langweilig, aber sie muss das Foto küssen. Jeden Morgen zählt sie eine Falte mehr und Petra beginnt spontan zu tanzen. Alle ihre Erinnerungen, auch die peinlichen Momente und schmerzlichen Niederlagen sind wieder präsent und sie begrüßt jede Erinnerung wie ein Geschenk des Himmels. Sie könnte die ganze Welt umarmen und weiß jetzt: Die Unbeschwertheit des Lebens ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden und es braucht dazu keinen Wunsch, der in Erfüllung geht.

 

(Albert im Januar 2022)

 

 

Glaubens-Abfall

 

Wo de Kirch da gräßte Verbrecher is,

und am Sonndog scheene Worte predigt.

Wo da Papst de Personalie regelt,

und moant de Sach, de waar damid erledigt.

 

Do sog i stop, do sog i stop, sunst foi i vom Glauben ob.

 

Wo d'Regierung jeden Dog wos anders sogt,

und irgendwie des Misstrauen kimmt.

Wo unsaoans genötigt und oglong wead,

und de Presse uns auf Linie trimmt.

 

Do sog i stop, do sog i stop, sunst foi i vom Glauben ob.

 

Wo d’Leit und Gesellschaft ernsthaft glaam,

de andan, de waarn bäs, de unsan guat.

Wo ma ganz empört auf andre zoagt,

jäda bloß no fordert, sejba nix duat.

 

Do sog i stop, do sog i stop, sunst foi i vom Glauben ob.

 

 (Albert im März 2022)

 

 

Schlagerfuzzi

  

Ich darf mich selber nicht zensieren,
muss auch die Gegenseite spüren.
Dachte ich als Jugendlicher, gerade
samstags bei der ZDF-Hitparade.

 

Ich muss doch meine Feinde kennen,
fundiert ihre Schwächen benennen.
Ist die Begründung für meinen Spleen,
mir sogar Helene Fischer rein zu ziehn.

 

Schlagermusik war eigentlich nie mein Ding,
doch wenn ich sie höre, macht es schon mal bling.
Irgendwie geht es mir nicht aus dem Sinn,
ob in Wahrheit ich gar ein Schlagerfuzzi bin.

 

Schlagerfuzzi, Schlagerfuzzi,
ausgerechnet ich?
Schlagerfuzzi, Schlagerfuzzi,
ganz sicher nicht!

 

Schwurbler, Schrammler, Säusler schön,
Glaub ja nicht, dass ich mich dran gewöhn.
Schlagerfuzzis als Person, mag ich schon,
am liebsten sind sie mir - in Isolation.

  

(Albert im März 2022)

 

 

Sommer-Rettung

  

Kalte, dunkle Leidenstage,
biblisch wie die achte Plage.

Dann der Frühling, dem ich glaubte,
und mir alle Hoffnung raubte.

 

Körperleiden, die ich spüre.
Selbstgespräche, die ich führe.
Husten um des Hustens willen.
Durst und Hunger sind zu stillen.

 

Winter-Modus, Dunkelstunden
sind sehr bald schon überwunden.
Denn der Sommer wird mich retten
.
Du kannst gerne darauf wetten.

 

(Albert im April 2022)

 

albert.zimmerer@gmail.com
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